Tiergestützte Therapie im betreuten Wohnen ist bei Curativo ein wichtiger Teil unseres Alltags. Denn oft braucht es nicht viele Worte, um einem Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Manchmal reicht schon ein ruhiger Blick, eine kleine Berührung oder ein Hund, der sich einfach dazusetzt.
Genau solche Momente erleben wir immer wieder – besonders dann, wenn Christin gemeinsam mit Therapiehund Merle unsere Bewohner besucht.
Viele Bewohner fragen inzwischen schon voller Vorfreude:
„Wann kommt Merle wieder?“
Für uns bedeutet Pflege mehr als Versorgung. Wir möchten, dass ältere Menschen sich gesehen, verstanden und angenommen fühlen – mit allem, was sie bewegt.
Warum tiergestützte Therapie im betreuten Wohnen so wertvoll ist
Gerade ältere Menschen erleben im Alltag häufig Einsamkeit, Unsicherheit oder Rückzug. Manche Bewohner bewegen sich weniger, andere verlieren zunehmend die Motivation für Aktivitäten oder soziale Kontakte.
Tiere können hier oft einen Zugang schaffen, den Worte alleine nicht erreichen.
Ein Hund begegnet Menschen wertfrei. Er fragt nicht nach Krankheiten, Einschränkungen oder Diagnosen. Genau das schafft häufig Vertrauen, Ruhe und emotionale Sicherheit.
Studien und Erfahrungen aus der tiergestützten Therapie zeigen seit Jahren, dass Tiere positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden älterer Menschen haben können:
- Stress und innere Unruhe können reduziert werden
- soziale Kontakte werden gefördert
- Bewegung und Aktivität nehmen oft zu
- Konzentration und Aufmerksamkeit werden angeregt
- Erinnerungen und Gespräche werden aktiviert
- das emotionale Wohlbefinden kann gestärkt werden
Gerade bei Menschen mit Demenz oder neurologischen Erkrankungen entstehen durch Tiere oft Momente, die sonst schwer erreichbar wären.
Christin und Merle – ein eingespieltes Team
Christin arbeitet als Ergotherapeutin und verfügt zusätzlich über die Ausbildung zur Fachkraft für tiergestützte Therapie, Förderung und Pädagogik. Außerdem bringt sie viel Erfahrung aus der geriatrischen und gerontopsychiatrischen Arbeit mit.
Sie ist täglich im betreuten Wohnen unterwegs und kennt die Bewohner oft sehr genau. Dadurch merkt sie schnell, wenn jemand einen schlechten Tag hat, sich zurückzieht oder Unterstützung braucht.
Die Bewohner schätzen ihre ruhige, herzliche Art sehr. Viele freuen sich nicht nur auf Merle, sondern genauso auf Christin selbst.
Gemeinsam gestalten die beiden Angebote, die Bewegung, Gedächtnistraining, Aktivierung und Freude miteinander verbinden.
Mehr als nur ein Hundebesuch
Bei der tiergestützten Ergotherapie geht es nicht einfach nur darum, einen Hund zu streicheln.
Die Angebote werden gezielt genutzt, um Fähigkeiten zu fördern und Bewohner im Alltag zu unterstützen.
Dabei stehen unter anderem folgende Bereiche im Mittelpunkt:
- Förderung der Feinmotorik
- Bewegungsanreize und Mobilität
- Konzentration und Aufmerksamkeit
- Gedächtnistraining
- soziale Aktivierung
- emotionale Stabilität und Sicherheit
Das Besondere dabei: Viele Bewohner nehmen Übungen mit Merle deutlich motivierter an als klassische Therapieangebote.
Spielerisch entstehen Bewegung, Kommunikation und Aktivität oft ganz nebenbei.
Bewegung mit Freude statt Druck
Besonders schön ist zu beobachten, wie Merle viele Bewohner ganz natürlich zur Bewegung motiviert.
Es wird gelacht, geworfen, gerufen, gelaufen oder gemeinsam gespielt. Für viele Bewohner fühlt sich das nicht nach Therapie an – und genau das macht den Unterschied.
Eine Bewohnerin wollte ihre Wohnung über längere Zeit kaum noch verlassen. Erst gemeinsam mit Merle gelang es schließlich, wieder kleine Spaziergänge nach draußen zu machen.
Solche Situationen zeigen oft eindrucksvoll, welche Wirkung Tiere auf Menschen haben können.
Aktivierung mit Spaß und Gemeinschaft
Viele Angebote finden gemeinsam in der Gruppe statt. Dabei erleben die Bewohner nicht nur die Freude am Kontakt mit Merle, sondern auch Gemeinschaft und gegenseitige Motivation.
Merle wird spielerisch in Übungen eingebunden, reagiert auf Aufgaben und arbeitet aktiv mit den Bewohnern zusammen.
Dadurch entstehen oft ganz besondere Momente voller Aufmerksamkeit, Stolz und Freude.
Ein kleiner Einblick in unseren Alltag
Wie tiergestützte Therapie im betreuten Wohnen bei Curativo im Alltag aussieht, zeigen auch die gemeinsamen Momente mit Christin und Merle in unserem Video.
Auch Merle steht im Mittelpunkt
Was Christin besonders wichtig ist: Nicht nur die Bewohner sollen sich wohlfühlen – sondern auch Merle.
Deshalb wird immer darauf geachtet, wie es ihr geht. Wenn sie müde ist oder eine Pause braucht, bekommt sie Ruhe. Sie muss keine Aufgaben erfüllen, wenn sie keine Lust hat.
Denn nur ein entspannter Hund kann auch entspannt auf Menschen wirken.
Die Angebote werden deshalb bewusst ruhig, angepasst und nicht zu lang gestaltet.
Kleine Momente, die lange bleiben
Oft sind es nicht die großen Dinge, die den Unterschied machen.
Es ist das Lächeln eines Bewohners. Ein kurzer Moment von Nähe. Ein Gespräch über frühere Haustiere. Oder einfach die Freude darüber, dass Merle wieder da ist.
Genau diese kleinen Augenblicke machen die tiergestützte Arbeit bei Curativo so besonders.
Denn manchmal kann ein Hund Dinge erreichen, für die viele Worte nicht ausreichen.
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